Die Minipille hat geringere Nebenwirkungen als

Die Minipille hat geringere Nebenwirkungen als

Die Minipille hat geringere Nebenwirkungen als die Kombinationspille. Allerdings ist sie auch unzuverlässiger, da sie nicht generell den Eisprung verhindert. Darüber hinaus erfordert sie ein hohes Maß an Disziplin bei der Einnahme. Die so genannten Mikropillen zeichnen sich durch besonders niedrige Östrogenmengen aus. So sollen Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen reduziert werden.

Wirkungsweise

Das Hormon Gestagen sorgt für einen mangelhaften Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, eine Verdickung des Gebärmutterhalsschleims, der so für die Spermien schwieriger bis undurchdringlich wird, und für eine Hemmung des Eisprungs bei vielen (aber nicht allen) Frauen.

Anwendung

Beginn der Einnahme erfolgt während der Menstruation. Wichtig ist hierbei, dass das Präparat jeden Tag ohne Pause zur genau gleichen Uhrzeit eingenommen werden muss. Hierbei kann man die Einnahme nur um maximal 2 Stunden verschieben, denn die Minipille wirkt durch eine Nachahmung des weiblichen Zyklus- daher ist die exakte Einnahme Pflicht. Eine Ausnahme stellt die Minipille mit dem Wirkstoff Desogestrel dar: Hier kann die Einnahme wie bei der Pille einmalig um bis zu zwölf Stunden verschoben werden.

Sicherheit

Die empfängnisverhütende Wirkung setzt erst 14 Tage nach der ersten Einnahme ein- das bitte im Gegensatz zur Pille beachten! Die Minipille unterbindet nicht generell den Eisprung und garantiert keine Sicherheit mehr bei Verzögerungen der Einnahme- damit ist sie weniger sicher als die Pille.
Der Pearl Index liegt bei 0,5- 3.

Vorteile

Bei vielen Frauen treten geringere Nebenwirkungen auf als unter Einnahme der Pille. Gerade deshalb eignet sie sich für Frauen, die mit der herkömmlichen Pille nicht zurecht kommen. Diese Art der Verhütung ist auch geeignet für Frauen, die Östrogene generell nicht vertragen oder die gerade stillen, denn bei der herkömmlichen Pille nimmt das Baby durch die Muttermilch eine zu große Hormonmenge auf und es kann durch die Östrogenwirkung zur Einstellung des Milchflusses kommen.

Nachteile

Vermehrtes Auftreten von Zwischenblutungen und Zyklusunregelmäßigkeiten wurden berichtet. Zum Teil wird die Auffassung vertreten, eine Kombination aus Östrogen und Gestagen sei verträglicher als ein reines Gestagenpräparat- das ist jedoch im Zweifelsfall von der Anwenderin abhängig. Durch die zwingend erforderliche ganz exakte Einnahme benötigt man große Disziplin über den gesamten Zeitraum der Anwendung hinweg- das fällt nicht jeder Frau allzu leicht. Kritiker der Minipille halten das Wirkungsprinzip für unethisch und sehen es als eine Art „Frühabtreibung“- da die befruchtete Eizelle sich nicht einnisten kann und so zugrunde geht. Auch werden gegenwärtig Zusammenhänge zwischen hormoneller Verhütung und verändertem Lustempfinden diskutiert. Um diesen Zusammenhang wissenschaftlich zu beleuchten, hat das Landesinstitut für Frauengesundheit eine innovative Studie gestartet, bei der die Teilnehmerinnen auch einiges über ihre eigene Sexualität erfahren können. Interesse? Dann geht es weiter.

Risiken

Verglichen zur Pille hat die Minipille einen um ca. das 10-fache erhöhten Pearl- Index- das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft ist hier weit höher.

Kontraindikationen

Siehe Kontraindikationen der Pille.

Kosten

Für einen Monat zwischen fünf und zehn Euro.